Samstag, Januar 31, 2004

Exegese
Das Problem, wie die Heilige Schrift auszulegen war, stellte die frühe Kirche vor besonders kritische Fragen. Alle exegetischen Bemühungen dieser ersten Jahrhunderte beruhen auf bestimmten hermeneutischen Voraussetzungen. Entgegen der Annahme der Exegeten der Nach-Renaissance-Periode (nach 1600) hielt die frühe Kirche daran fest, dass die Bibel, zumindest in gewisser Hinsicht, keiner anderen Literaturgattung vergleichbar war. Man nahm nicht nur an, dass jedes Wort der Heiligen Schrift von Gott inspieriert war, sondern es galt auch in sich als Träger göttlicher Offfenfarung. Folglich benötigte der Ausleger göttlichen Beistand (gewöhnlich als innerliche Erleuchtung gedeutet), um den Text richtig zu verstehen. Das führte Origenes, den größten Bibelgelehrten der frühen Kirche, dazu, den Studenten seiner Katechetenschule in Alexandria ein quasi-monastisches Leben abzuverlangen; denn die Reinheit ihres Gewissens und die Intensität ihres Gebetes bestimmten wesentlich die Qualität ihrer Gelehrsamkeit. (Sandra M. Schneiders, 1985, Heilige Schrift und Spiritualität).

Katholische Hierarchie
Catholic Hierarchy: The Hierarchy of the Catholic Church. Current and historical information about its bishops and dioceses.
Der "Baum" der katholischen Hierarchie ... Kardinäle, Bischöfe, Ordensgemeinschaften ... ein "Nachschlagewerk", reduziert auf die nackten Zahlen, Namen und Fakten.

Maybe Europeans don’t need God!
Ein Interview mit Fr. Giuseppe Moretti, Leiter der Mission "Sui Iuris" in Afghanistan. Das Land zählt etwa 21 Millionen Einwohner, praktisch sämtliche Christen sind Fremde, der Übertritt Einheimischer zum Christentum wäre wohl auch deren Todesurteil. Es gibt in ganz Afghanistan einen einzigen katholischen Priester, eben Fr. Giuseppe Moretti, dazu kommen noch 4 Frauen aus der Gemeinschaft der Kleinen Schwestern Jesu. Fr. Moretti beschreibt die Situation im Lande, die Verhältnisse für Kirche und Gläubige, eine Kirche in den Katakomben. Im Mai 2002 erhob Papst Johannes Paul II das Land zu einer Mission "Sui Iuris". In den ersten Monaten, sagt Fr. Moretti, wurden die Sonntagsmessen in der Kapelle der italienischen Botschaft - der einzigen katholischen Kirche Afghanistans - von nur einem Dutzend Gläubiger gefeiert; allmählich aber verstärkte sich der Zustrom, sodass nunmehr die kleine Kirche noch kleiner erscheint. "Aber, und da ist ein 'aber' ... Die internationale katholische Gemeinde besteht hauptsächlich aus Asiaten, Afrikaner und Lateinamerikaner. Auch eine große Anzahl von Protestanten kommt zu unseren Sonntagsmessen. Sieht man aber von einigen lobenswerten Ausnahmen ab, sind Europäer äußerst dünn gesät. Möglicherweise brauchen Europäer Gott nicht!" - [AsiaNews.it].

Was für ein trauriger Satz: "Maybe Europeans don’t need God!", spirituelle Bankrotterklärung über einen Kontinent, der sein Erbe, christlichen Glauben, die daraus geborenen Werte, seine ganze christliche Kultur, für nichts ansieht und verschleudert. Aus diesem Grunde wird das "Projekt Europa", wie ich meine, auch scheitern: "Wenn nicht der Herr das Haus baut, bauen die Bauleute vergebens, müht sich jeder umsonst, der daran baut" (Psalm 127,1). Der Mammon alleine ist auf Dauer ein untauglicher Mörtel für das europäische Haus.

Donnerstag, Januar 29, 2004

Abendmesse
Donnerstag abend gehe ich gerne über die Imbergstiege zum Kapuzinerkloster hinauf, eine recht stille, fast schon intime Abendmesse mit wenigen Teilnehmern. Heute allerdings fand der Semesterabschlussgottesdienst des Instituts für Kirchenmusik der Universität Mozarteum statt, darunter auch die Klasse von Professor Anglberger. Der Chor, verstärkt durch Mitglieder des Universitätschors Salzburg, dem er vorsteht, brachte Strawinskys Messe für Chor und Doppelbläserquintett zu Gehör. Musik, die die Kirche fast schon zu sprengen drohte. Für solche Stücke ist sie ein wenig zu klein.

Vor einigen Jahren sang ich selber trotz recht bescheidener stimmlicher Mittel im Universitätschor mit. Meine Lieblingsstücke damals waren Joseph Haydn's "Die Jahreszeiten" und Francis Poulenc's "Gloria". Bei beidem tönen mir heute noch ganze Passagen durch mein musikalisches Gedächtnis, besonders Poulenc ist tief verankert, sei es das Et in terra pax hominibus (mp3), das beschwingte Laudamus te (mp3), das Qui sedes ad dexteram Patris (mp3) - bei letzterem sang ich, obwohl eigentlich Bass, immer heimlich im Falsett den wunderbaren Tenoreinsatz mit - alle diese Stücke werden mich wohl den Rest meines Lebens begleiten, ich kann sie wann immer ich will in meinem Inneren hören. Wundervolle Musik, hörbarer Beweis, welch' schöne Blüten die Kirchenmusik der Moderne tragen kann. Hier das gesamte "Gloria" als Audiodatei.

Mittwoch, Januar 28, 2004

Eremiten
Freddy Derwahl: EremitenMeine neue Lektüre: Freddy Derwahls Eremiten - Die Abenteuer der Einsamkeit, ein Tipp von Ralf. Findlingen gleich, grobe Blöcke Fremdgestein, so liegen sie in der menschlichen Landschaft. Welche Existenz wäre unserer Zeit sinnloser? Welche widerspräche ihr mehr? Eremiten sind der Welt vollkommen nutzlos.
Der Ansicht war schon Joseph II, dessen Wirken sich die Aufhebung 400 Klöster auf dem Boden des Habsburgerreiches "verdankt". Von diesem Kahlschlag - vorzugsweise gegen die "nutzlosen" Kontemplativen geführt - hat sich die spirituelle Landschaft der Kronländer der Donaumonarchie nicht mehr zur Gänze erholt. Österreich kennt heute ein einziges kontemplatives Männerkloster, die Trappistenabtei Engelszell, 7 Mönche. In wenigen Stunden, gegen 3 Uhr morgens, erhebt es sich vom nächtlichen Lager, das Fähnlein der sieben Aufrechten, um das der Welt Nutzlose, die bloße Verehrung und Anbetung Gottes, in dieser wie jeder anderen Nacht zu vollziehen.

Freitag, Januar 23, 2004

Ich bin bis Sonntag abend verreist ... Blogstille bis dahin.

Mittwoch, Januar 21, 2004

[aus dem Mainstream]

"It is as it was" ... oder nicht?

Papst: Kein grünes Licht für Jesus-Film | Kein "grünes Licht" hat Papst Johannes Paul II. nach Aussage seines Sekretärs für den umstrittenen Jesus-Film "The Passion of Christ" von Mel Gibson gegeben. Der Papst habe niemandem seine Meinung über das Werk mitgeteilt, sagte Erzbischof Stanislaw Dziwisz ... - [Die Presse].

Papst gab kein "grünes Licht" für Gibsons Jesus-Film | Papst Johannes Paul II. hat nach Aussage seines Sekretärs kein "grünes Licht" für den Jesus-Film "The Passion of Christ" gegeben. Im vergangenen Dezember hatten zahlreiche Medien berichtet, der Papst hätte den umstrittenen Film mit den Worten "Es ist so dargestellt, wie es war" kommentiert. ... - [Religion ORF].

Dementi: Doch kein päpstliches Lob für Mel Gibsons "Passion" | Einen beruferenen Filmkritiker hätte sich Mel Gibson nicht wünschen können, um seinen Film "The Passion" anzupreisen. Niemand Geringerer als der Papst höchstselbst habe das blutige Opus über die letzten zwölf Stunden im Leben Jesu während einer Privataufführung gesehen, hieß es aus Gibsons Werbeabteilung, und der Heilige Vater habe anschließend bemerkt, der Film zeige die Leidensgeschichte so, "wie es war" ("It is as it was"). ... - [FAZ].

so ein Bart ...
Geht es nach dem französische Bildungsminister Luc Ferry wird an Frankreichs Schulen demnächst wohl auch das Tragen eines Bartes verboten sein, soferne der Bart einer religösen Gesinnung verdächtig ist ... pardon, ich meine natürlich dessen Besitzer. Nächstens müssen diese also den säkularen Charakter ihres Bartes bezeugen. Wie sagte einer der bedeutendsten Franzosen? "Die spinnen, die Franzosen" .... oder so ähnlich. Der Wahnsinn hat allerdings durchaus Methode: Europa nach Christus.

Minister: Auch Bart kann als religiöses Zeichen verboten werden An Frankreichs staatlichen Schulen kann nach Einschätzung von Bildungsminister Luc Ferry künftig auch das Tragen eines Bartes als religiöses Zeichen verboten werden. ... . - [Yahoo! Nachrichten Deutschland].

Montag, Januar 19, 2004

Amen, sag ich
Was wissen normale Kirchgänger von der Liturgie? Was verstehen sie noch davon? Heilig ist Gott, der Herr Zebaoth, singen wir. Herr Zebaoth? Kennen wir diesen Herren? Hosianna in der Höhe. Hosianna? Halleluja. Halleluja? Wieviele wissen, was sie da sagen, singen? Lieber Leser, Hand auf's Herz und ohne Nachzuschauen: weisst Du es? Gewusst? Alles? Amen, sag ich! (Amen? Was heisst denn nun das?)

"It is as it was" ... oder nicht?
Tja, ob das nun Klarheit bringt? Laut einer Meldung von CNS hat er es nicht gesagt: kein "It is as it was" von des Papstes Lippen. Und dabei beruft sich der Nachrichtendienst auf keinen geringeren als des Papstes Privatsekretär, Erzbischof Dziwisz: "The Holy Father told no one his opinion of this film" soll er gegenüber CNS erklärt haben. Hat er also doch nicht!? Warten wir's ab: der nächste Akt kommt bestimmt. - [CNS: Pope never commented on Gibson's 'Passion' film, says papal secretary].

Samstag, Januar 17, 2004

Papal Concert of Reconciliation
Heute abend im Fernsehen - auf 3sat - die Live-Übertragung des Papal Concert of Reconciliation im Vatikan; ein Konzert, das Bestandteil der Feierlichkeiten zum Pontifikatjubiläum Johannes Paul II ist. Der Friede zwischen den abrahamischen Religionen - Judentum, Islam und Christentum - ist ein Anliegen, um das er sich in besonderer Weise mühte, darum ist das Konzert auf seinen Wunsch hin dem auch gewidmet. Der Papst, diese alte polnische Eiche, schien mir, bedenkt man die vielen Gerüchte und Spekulationen wer denn nun im Falle des Falles seine Nachfolge antreten würde, zwar von den Jahren zersaust und gebeugt, doch einem Sturz noch recht ferne. Möge Gott dies so wollen!

Gustav Mahler, Symphonie Nr.2, c-moll 'Auferstehung', lange habe ich sie nicht mehr gehört. Vor Jahren, ohne Glaube, wie ich war, empfand ich bei manchen Passagen, besonders beim IV. Satz - O Röschen rot! - sowie dem Finale, eine tiefe Sehnsucht, von der ich nicht zu wissen meinte, worauf sie gerichtet sei. So abgedroschen es auch klingen mag, mein Herz, glaube ich heute, war klüger als ich und wusste, wonach ich mich sehnte. Eben darum bin ich heute dort, wo ich nun einmal stehe: in der Hoffnung auf Christus.

O Röschen rot!
Der Mensch liegt in größter Not!
Der Mensch liegt in größter Pein!
Je lieber möcht ich im Himmel sein.
Da kam ich auf einen breiten Weg;
da kam ein Engelein und wollt' mich abweisen.
Ach nein! Ich ließ mich nicht abweisen!
Ich bin von Gott und will wieder zu Gott!
Der liebe Gott wird mir ein Lichtchen geben,
wird leuchten mir bis an das ewig selig Leben!


Wer das Konzert nicht sah, kann es sich aus der Konserve holen: hier eine Videoaufzeichnung davon, beginnend mit dem ersten Stück des Abends, die Uraufführung des "Abraham", einer geistlichen Motette für Chor und Orchester, von John Harbison eigens für diesen Abend komponiert.

Freitag, Januar 16, 2004

[aus dem Mainstream]

Mel Gibsons Passion

Jewish actors: Gibson's 'Passion' not anti-Semitic | Mel Gibson's controversial film, The Passion of the Christ, which has been denounced as anti-Semitic by numerous Jewish and non-Jewish groups, is not anti-Jewish, claims one of the film's stars, American-Jewish actor Ted Rusoff. Gibson had an ethical, moral and cultural right to make the film the way he did, says Rusoff, who plays the Chief Elder or henchman of Caiaphas, the chief of the Council of Sages (or Sanhedrin), in this harrowing account of the last 24 hours of Jesus's life. ... - [Jerusalem Post].

'Passion' Film Is Scheduled for Big Opening | The distributors of Mel Gibson's controversial new movie, "The Passion of the Christ," plan to release the film on 2,000 screens across the nation next month, a decision prompted by an unexpected flood of ticket requests. "I knew it would start building and building," Bob Berney, the president of New Market Films, said of the demand, "but now it's like a tsunami." Newmarket is distributing the film for Mr. Gibson's company, Icon Productions. "We've had a flood of calls," Mr. Berney said. "People call and say, 'I want 10,000 tickets.' " ... - [New York Times].

Mel Gibson's 'Passion' film to be released on 2,000 screens | Mel Gibson's The Passion of the Christ, a drama about the last hours of Jesus, is set to debut on 2,000 screens ? an unusually large release for an independent religious film made in dead languages. The movie, with dialogue in Latin and Aramaic and English subtitles, will hit theaters on Feb. 25, which is Ash Wednesday on some Christian calendars. That would mark the widest opening ever of a subtitled picture, Variety reported Wednesday. The previous record was 1,225 screens for the Hong Kong action film Iron Monkey in 2001. ... - [USA Today].

Prime opener for Passion | Sometimes a little faith can go a long way. Mel Gibson?s controversial new film, The Passion of Christ, which at first had a hard time finding a distributor, will be independently released on about 2,000 screens in the US next month, a Gibson spokesperson said yesterday. A release on 2,000 screens is similar to what a major studio release would receive. ... - [The Telegraph].

Constantin bringt Mel Gibsons Jesus-Film in deutsche Kinos | Die Münchner Verleihfirma Constantin wird den umstrittenen Jesus-Film "The Passion of The Christ" von Hollywoodstar Mel Gibson in die deutschen Kinos bringen. "Wir werden am Gründonnerstag (8. April) in deutlicher Breite starten", sagte Verleih- und Marketingchef Thomas Peter Friedl am Freitag der dpa, ohne allerdings eine konkrete Zahl an Kopien zu nennen. Es sei geplant, dass Mel Gibson zur Filmpremiere nach Deutschland komme. "Der Film wird sicherlich zum Frühjahrshit", meinte Friedl. ... - [Web.de Kultur].

Mel Gibsons Jesusfilm hat deutschen Kinostart | Der meistdiskutierte Film der vergangenen Monate kommt in die deutschen Kinos! Am 8. April, pünktlich zu Ostern, ist es soweit: Mel Gibsons "Die Passion Christi" startet deutschlandweit - mit Constantin Film hat sich sogar ein großer Verleiher an das heiße Eisen gewagt. Antisemitismus, Publikumsfeindlichkeit und unnötige Brutalität musste sich Regisseur Gibson bezüglich seines Herzensprojekts vorwerfen lassen. Dass er sich auch noch einen Cameo-Auftritt als Henker ins Drehbuch schrieb und bei der Kreuzigung selbst Hand anlegte, war da nicht gerade hilfreich. ... - [Kino.de].

Jesus-Film als Oster-Schocker | Der wegen angeblicher antisemitischer Tendenzen heftig umstrittene Jesus-Film von Hollywoodstar Mel Gibson soll am Aschermittwoch in Gro?auflage in die US-Kinos kommen. Wie das Filmblatt "Variety" berichtete soll "The Passion of Christ" am 25. Februar auf 2000 Leinw?nden zu sehen sein. Gew?hnlich lassen nur gro?e Hollywoodstudios ihre Filme in so vielen Kinos anlaufen. ... - [Kurier].

Mittwoch, Januar 14, 2004

Novy Dvur
Kirche Novy DvurHeute im Web gefunden: Novy Dvur, eine neue Gründung der französischen Trappistenabtei Sept Fons. Es wird ja viel über die angebliche Krise im Ordensleben gesprochen und geschrieben. Sept Fons hingegen hatte und hat das Problem, aus allen Nähten zu platzen. 75 Mönche brauchen schon einiges an Platz. Vor die Wahl gestellt, entweder Sept Fons zu erweitern, oder eine Neugründung andernorts vorzunehmen, entschloss sich der Abt, Dom Patrick Olive, zu letzterem. Für die Neugründung wurde bewusst ein bemerkenswerter Ort gewählt, Novy Dvur, ein alter Bauernhof in einer Diözese, die deren Oberhirte, Frantisek Radkovsky, Bischof von Pilsen, einmal ironisch als die "atheistischste der Welt" bezeichnet hatte. Die alten schon recht baufälligen Gebäude des Hofs bilden den Kern eines umfassenden Neubaus. Für dessen Planung konnte John Pawson gewonnen werden, berühmt für eine ausgesprochen minimalistische Architektur, die dem kargen Ideal des Trappistenordens nach Ansicht der Mönche vorzüglich entspricht. Seit dem Vorjahr singen die ersten Mönche in Novy Dvur Tag für Tag Gott Lob und Preis.

Oase in der Wüste des Christentums | Für die Kühe von Branisov hat sich kaum etwas verändert. Gut, seit einigen Monaten fahren ein paar mehr PKW durch das kleine Nest und sogar mal ein LKW. Doch die sanfte Hügellandschaft im westböhmischen Niemandsland, irgendwo zwischen Pilsen und Karlsbad, sieht aus wie zuvor. Und dennoch: Nur zwei Kilometer weiter, hinter der nächsten Erhebung, ist still und heimlich etwas Aussergewöhnliches entstanden: In Novy Dvur (Neuer Hof) haben am Dienstag zwölf Mönche des Trappistenordens ihr neues Kloster bezogen, das erste in der Tschechischen Republik. ... - [kath.ch].

WHERE MINIMALISM IS A CALLING | A chorus of Leicas and video cameras clicked and whirred as the procession of robed monks started down an oak-lined allée. They paid no attention as they shuffled along chanting in Czech and Latin with their long white cowls dusting the dirt road. Four young monks hoisted a hefty foundation stone, and an abbot in a golden miter took up a portable microphone and intoned his benediction. ... - [The New York Times].

80 MONKS, AN ARCHITECT AND A SHARED TASTE FOR AUSTERITY | The choice of John Pawson as architect of the monastery at Novy Dvur was on the face of it incongruous. Famous for the Calvin Klein store on Madison Avenue and the Cathay-Pacific lounge in the Hong Kong airport, Pawson counts as friends and clients celebrities such as Klein and Martha Stewart, whose house in the East Hamptons he helped design and who featured Pawson in an issue of her magazine. But the guru of modern minimalism lives a famously austere lifestyle. ... - [National Catholic Reporter].

Auf der Webseite des neuen Trappistenklosters noch mehr Medienberichte .

Dienstag, Januar 13, 2004

Rift In Vatican
John Allen sah's aufziehen, da ist's auch schon da, das Gerücht über einen Papst, der die Maschinerie des Vatikans, die vielen gegenläufigen Räder, nicht mehr beherrscht. Und - wie anders auch? - sind es bevorzugt gerade katholische Stimmen, die diese Gerüchte antreiben - Und von Zungen geht's zu Zungen - Das Gerede schwellt die Lungen - Das Gemurmel wird Geheule. Sagte er tatsächlich "It is as it was"? Oder war's nicht anders, ganz anders, hinter den dicken Mauern des Vatikans?

Gibson Film Exposes Rift In Vatican Hierarchy | But in an indication of the pope's advanced physical deterioration, some Catholic leaders are openly questioning the circumstances of the alleged papal remark and urging colleagues to use their own judgment on the film. ... Several observers suggested that the debate is part of a larger struggle between Vatican conservatives and liberals over the direction of the church. At issue in the struggle is the future of some reforms adopted at the Second Vatican Council, said Father John Pawlikowski, president of the International Council of Christians and Jews, an umbrella organization of interfaith groups. ... The discussion about the film "has become involved in this much larger discussion within the Catholic Church," said Pawlikowski, a member of an interfaith panel of religious scholars that criticized a draft of a screenplay for the film. "It is a question as to whether Vatican II in its principal thrust is to be upheld and further amplified or whether what is considered its excesses need to be excised." ... "I remain as do others, very skeptical as to whether this ailing pope was fully briefed about the concerns we and others have expressed" about the film, Pawlikowski said. "The fact that Cardinal Walter Kasper, the person this pope appointed to oversee [Catholic-Jewish] relations, was not included in this process makes us seriously question the way in which this papal screening was handled by some of his advisers." ... - [FORWARD].

Nun also wissen wir's: Katholiken, die für den Film sind, denen er am Ende gar noch gefällt, sind Gegner des letzten Konzils, so einfach ist das. Muss auf seine Weise ganz interessant sein: eine Scherenschnittwelt aus Schwarz und Weiß.

Sonntag, Januar 11, 2004

rigoros
Why the Next Pope Needs to Be Italian | For years Vatican specialists in Italy have, in delineating the uncertain features of John Paul II's successor, been fueled by a silent question: will the new pope be Italian? Why, one might ask, should Italy hope for an Italian pope, given the almost universal praise for the pontificate of Karol Wojtyla? - [The New York Times].

In einem Artikel, erschienen in der New York Times, meint der italienische Schriftsteller Roberto Pazzi begründen zu können, warum der Nachfolger Johannes Paul II Italiener sein müsse. Dem jetzigen Papst, dem Polen Karol Woytila, so Pazzi, fehle es an jener Flexibilität, die Italienern zu eigen sei. "John Paul II's rigidity seems alien to this more farsighted and elastic Italian tradition." Zu rigide ist ihm der Mann aus Polen, zu rigide. Rigide kennt viele Synonyme - bedenkenlos, bestimmt, drastisch, energisch, entmenscht, gebieterisch, gewissenlos, gnadenlos, hart, herzlos, kalt, lieblos, massiv, mitleidlos, rücksichtslos, scharf, schroff, skrupellos, streng, strikt, unbarmherzig, unmenschlich - und kaum eines davon ist sonderlich schmeichelhaft. Aus dieser Rigidität erwuchs unter anderem, so Pazzi, jenes Verbot zur Abtreibung, das der Papst jenen Nonnen auferlegte, die während des Bürgerkriegs in Bosnien von bosnischen Muslimen vergewaltigt worden waren. Dies erinnere ihn, Pazzi, an Papst Hadrian VI, einem Holländer, dem es gleichermassen an der italienischen Flexibilität ermangelt hätte. Denn so, wie Johannes Paul II bei den Nonnen versagte, versagte Hadrian gegenüber Michelangelos Kunst, ließ er doch die Blöße vieler Gestalten in den Fresken der Sixtinischen Kapelle Lendentücher überziehen. ... Vielleicht sollte man Pazzi an den Italiener Antonio Michele Ghielieri erinnern, einem Italiener, geboren in Bosco bei Alessandria, der vom Posten des Großinquisitors aus Petri Stuhl bestieg. Als Pius V leitete er die Kirche mit wahrlich strenger Hand; rigoros ist bei diesem italienischen Pontifex wohl eher als Euphemismus zu werten. Um's in gebotener Kürze zu sagen: was Pazzi schreibt, ist eines: Quatsch ... das aber, zugegeben, italienisch flexibel und eloquent.

Samstag, Januar 10, 2004

Mel Gibsons Passion
AufstiegLETTERS TO THE TIMES: What Good Can Come of Gibson's 'Passion'? | David Klinghoffer seeks to defend Mel Gibson's film about the death of Jesus, "The Passion," on the basis of corroborative statements found in the Talmud and medieval writings (Commentary, Jan. 1). However, those sources are neither univocal nor reliable. ... [Los Angeles Times (kostenlose Registrierung erforderlich)].

'The Passion' debate | A group of Phoenix clergy will gather later this month for a daylong forum on Mel Gibson's controversial new movie, The Passion of the Christ. The film is scheduled to open Feb. 25, Ash Wednesday. The Rev. Joseph Chavez of Phoenix Intercity Church is leading the effort, which will include a Jan. 16 screening of the movie, a panel discussion and a question-and-answer period from a larger group of up to 300 people. ... [The Arizona Republic].

Inflaming 'Passion' | It wasn't backed by a major studio and it won't appear in theaters until Ash Wednesday, a full two months after Christmas. Yet Mel Gibson's engrossing epic "The Passion of the Christ" is already among the most-debated films of recent times and a major religious flash point. ... [The Charlotte Observer (kostenlose Registrierung erforderlich)].

Ist es so gewesen, wie ich in meinem Blog zitierte? Hat der Papst über den Film mit den Worten geurteilet "It is as it was"? Auch John Allen, Korrespondent des National Catholic Reporter in Rom, üblicherweise gut über Vorgänge hinter den Fassaden des Vatikans informiert, hat diese Meldung bestätigt (Pope likes Gibson's new film, 'The Passion'). Zu Weihnachten allerdings schlagzeilte CNS, ein katholischer Nachrichtendienst mit Reputation, Vatican officials say pope didn't comment after viewing 'The Passion'. In der Meldung wird eine dem Papst nahestehende "offizielle Quelle" mit den Worten zitiert: "The Holy Father saw it, but he made no comment. He watched in silence. The Holy Father does not comment, does not give judgments on art. I repeat: There was no declaration, no judgment from the pope."

Was also nun? Mit dem Papst selbst hat keiner der Journalisten gesprochen, und wie Allen in seinem letzten Word from Rome ausführt, kommt heutzutage keiner von ihnen nahe genug an Johannes Paul II heran, um eine entsprechende klärende Frage zu stellen. Allen vergewisserte sich nun bei seiner eigenen "Quelle", ob die ursprüngliche Meldung, der Ausspruch des Papstes zum Film - "It is as it was" - nun korrekt sei oder nicht; was die "Quelle" ausdrücklich bestätigte. Der Papst, so die "Quelle", habe den Film in 2 Teilen an den Abenden des 5. und 6. Dezembers gesehen, und zwar in seinen privaten Räumen und in Gesellschaft seines Privatsekretärs, Erzbischof Stanislaw Dziwisz. Am Tag darauf, bei einem Treffen mit Stephen McEveety und Jan Michelini - ersterer einer der Produzenten, letzterer Regieassistent des Films - berichtete Erzbischof Dziwisz von der Reaktion des Papstes und verwendete dabei eben jene Worte - "It is as it was" -, wie sie völlig korrekt im Wall Street Journal und im NCR wiedergegeben wurden. Die eigentlich zuständige "Stelle" im Vatikan, Vatikansprecher Joaquin Navarro-Valls, normalerweise stets bereit, falsche oder irrtümliche Berichte, was der Papst gesagt und getan oder nicht gesagt und nicht getan hätte, zu korrigieren, hat bislang keinerlei Stellungnahme abgegeben. Ein Umstand, den Allen missvergnügt mit dem Hinweis kommentiert, dass die Konfusion darüber, ob die zitierten Worte gefallen seien oder nicht, Johannes Paul II den Film gut heiße oder nicht, das Bild eines alternden Papstes und einer ausser Kontrolle geratenden vatikanischen Bürokratie nähren könne.

Freitag, Januar 09, 2004

"Grande Fratello"
Big Brother? Gibt es das noch? Anscheinend ja, zumindest in Italien. Und weil auch dort das Ganze wohl ziemlich ausgelutscht ist, versucht Canale 5, einer der TV-Privatsender im Besitz von Silvio Berlusconi, die nächste Staffel durch die Beigabe eines Priesters aus dem Süden des Landes ein wenig aufzupeppen. Die katholische Kirche Italiens ist wenig amüsiert und protestierte scharf. "Eine unerhörte Verhöhnung der Kirche", meint Ersilio Tonini, emeritierter Erzbischof von Ravenna. Ich persönlich fand die ganze "Big Brother-Geschichte" immer schon unglaublich langweilig, ich glaube nicht, dass ich es, alles in allem, über mich brachte, länger als vielleicht 10 oder 15 Minuten zuzusehen. Aber vielleicht könnte mich geistlicher Beistand motivieren, da glatt nochmals 5 Minuten draufzupacken ... - [ORF Religion: Priester bei "Big Brother" in Italien].

Donnerstag, Januar 08, 2004

Entmachtung?
Laut sogenannter "Insider" soll der St. Pöltner Bischof Kurt Krenn zumindest teilweise entmachtet werden. Der Vatikan überlege, heißt es, den umstrittenen Bischof durch die Beistellung eines Koadjutor quasi unter Kuratel zu stellen. Eine Reihe von Vorfällen sicherten dem Bischof und seiner Diözese höchst unliebsame Medienpräsenz. Insbesondere das diözesane Priesterseminar lenkte vatikanischen Unwillen nach St. Pölten. Eine Kinderpornoaffäre, ein Selbstmord, 'Geheimweihen' von Priesteramtskandidaten, Aufnahme von Bewerbern, die andernorts als völlig ungeeignet zurückgewiesen wurden, führten zur Überprüfung des Seminars durch Abgesandte des Vatikans. Das Ergebnis der Überprüfung ist noch geheim. - [ORF Religion: Koadjutor für Bischof Krenn?].

Mittwoch, Januar 07, 2004

Bücher
Heute erhielt ich eine Büchersendung, Fundstücke aus dem ZVAB (Zentrales Verzeichnis Antiquarischer Bücher). Den ersten Band der sämtlichen Schriften von Theresia von Jesu, ihre Autobiographie, einst im Besitz des Internats St. Theresia in Linz, nunmehr für € 11,50 mein eigen. Vor Jahren verlieh ich das Buch, um's nicht mehr zurückzuerhalten, was eine hässliche Lücke in meinen Bücherschrank riss. Mit diesem Erwerb ist sie nunmehr geschlossen. Weiters die ersten beiden Bände der 'Geschichte der christlichen Spiritualität', eine Sammlung veschiedener Texte 'Von den Anfängen bis zum 12. Jahrhundert' sowie von 'Hochmittelalter und Reformation', zusammen € 40. Viel Stoff zum Lesen. Ein Zitat, der Abschluss des ersten Bands, von Papst Gregor I, 'der Große' genannt, einst Präfekt von Rom, Laie, dann Mönch, Priester und schließlich in den Schuhen des Fischers: "Die heilige Kirche tadelt gewisse Dinge mit Eifer, sie toleriert anderes mit Milde, sie schließt ihre Augen vor wieder anderen und erträgt sie mit nachdenklicher Aufmerksamkeit ...". Zeitlos gültig, stets wahr.

In den Schuhen des Fischers
Und wieder einmal Spekulationen wer denn nun als nächster in die Schuhe des Fischers schlüpft, um diese ein Stück Weges über die Zeit zu tragen. In der Washington Times frägt Uwe Siemon-Netto, ob 2004 der ersten Schwarze auf dem Stuhl Petri Platz nehmen wird, nämlich Kardinal Francis Arinze von Nigeria. Wenig substanzielle Spekulation. - [The Washington Times: Africa grows Christian leaders].

Anschlag
Laut einem Bericht der Agenzia Fides fiel Erzbischof Michael Courtney, Apostolischer Nuntius in Burundi, einem Anschlag, durchgeführt von einem Profikiller, zum Opfer. Ein solcher Mord ist in der Neuzeit ohne Präzedenz.

Montag, Januar 05, 2004

"Das sind die, welche aus der großen Drangsal gekommen sind"
Im Jahr des Herrn 2003 wurden 29 Missionare ermordet, Bischöfe, Priester, Ordensleute, Schwestern und Laien. Manche von ihnen wurde ihres Dienstes wegen getötet, andere starben bei ungezielten Massakern, wiederum andere wurden aus Habsucht ermordet. Ihre Namen sind ins Buch des Lebens geschrieben. - [Agenzia Fides: Martyrologium des Jahres 2003].

Pfarrer Dieuonné Mvuezolo-Tovo, aus der Demokratischen Republik Kongo, Koordinator der katholischen Schulen der Provinz Bas (Demokratische Republik Kongo), wurde am 11. März 2003 von einem Soldaten auf der Straße von Tshimpi nach Matadi ermordet.


Pfarrer Nelson Gómez Bejarano, aus Kolumbien, 52 Jahre, Pfarrer des Heiligtums von der Wundersamen Medaille in Armenia (Kolumbien), wurde in seinem Pfarrhaus am 22. März 2003 bei einem versuchten Raubüberfall ermordet.


Pfarrer Martin Macharia Njoroge, aus Kenia, 34 Jahre, erlag am 11. April 2003 im Krankenhaus in Nairobi (Kenia) in den Folgen der Verletzungen, die ihm wenige Tage zuvor bei einem Überfall am Stadtrand zugefügt worden waren. Nachdem er zum Verlassen seines Fahrzeugs gezwungen worden war, hatte man auf ihn geschossen und sich seines Autos bemächtigt, dass nicht weit entfernt wieder. Der Pfarrer war vor vier Jahren zum Priester geweiht worden und betreute die Pfarrei vom „Hl. Franz Xaver“ in Parklands. Sein Bruder, ebenfalls Pfarrer, war im Jahr 2000 ermordet worden.


Pfarrer Raphael Ngona, aus der Demokratischen Republik Kongo, wurde am 6. Mai 2003 in den Räumlichkeiten der Diözesanverwaltung in Bunia erschossen worden, wo er sich vorübergehend aufhielt, nachdem er zum Pfarrer von Drodro ernannt worden war.


Drei Kleine Seminaristen, die aus der Diözese Lachor (Gulu, Uganda) entführt worden waren, wurden in der Nacht vom 10. auf den 11. Mai ermordet. Die Rebellen der LRA hatten insgesamt 41 Jugendliche entführt, doch nur von dreien weiß man mit Sicherheit, dass sie ermordet wurden, anderen gelang die Flucht und weitere sollen sich noch in den Händen der Entführer befinden.


Pfarrer Aimé Njabu und Pfarrer Francois Xavier Mateso, aus der Demokratischen Republik Kongo, wurden am 10. Mai 2003 in der Pfarrei Nyakasanza, am Stadtrand von Bunia tot aufgefunden, il Aimé Njabu war mit einer Machete in seiner Wohnung ermordet worden und während Francois Xavier Mateso im Garten der Pfarrei niedergeschossen worden war. Weitere Personen, die sich zu diesem Zeitpunkt in der Pfarrei aufhielten wurden ermordet aufgefunden.


Pfarrer Jairo Garavito, aus Kolumbien, 36 Jahre, wurde am 15. Mai 2003 bei einem Raubüberfall im Pfarrhaus in der Pfarrei Yerbabuena in Chia (Region Cundinamarca, Kolumbien) ermordet. Der Pfarrer erstickte, nachdem ihn seine Mörder gefesselt und geknebelt hatten.


Pater Manus Campbell OFM, aus Irland, wurde am 21. Mai 2003 bei einem Überfall auf seine Pfarrei am Stadtrand von Durban (Südafrika). Er war seit 45 Jahren als Missionar in Südafrika tätig.


Ana Isabel Sánchez Torralba, 22 Jahre, aus Spanien, freiwillige Helferin der Calasanziano Missionare, wurde am 1. Juli 2003 bei ihrer ersten Mission im Ausland in Äquatorialguinea (in Mongomo) bei einer Polizeikontrolle ermordet.


Pfarrer George Ibrahim, aus Pakistan, 38 Jahre, wurde am 5. Juli 2003 in seiner Pfarrei in Renala Khurd im Verwaltungsbezirk di Okara (Pakistan) am frühen Morgen von einer Gruppe bewaffneter Männer erschossen.


Pater Taddeo Gabrieli, OFM Cap., 73 Jahre, aus Italien, wurde am 19. Juli 2003 in Imperatriz (Maranhao, Brasilien) von mit zwei Messerstichen ermordet. Bei seinem Mörder handelte es sich um eine Person, der Pater Taddeo helfen wollte, die aber wahrscheinlich unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stand. Er hatte sein ganzes Leben der Mission und der Evangelisierung gewidmet.


Pater Mario Mantovani, Comboni Missionar, 84 Jahre, aus Italien, arbeitete seit 45 Jahren in Uganda, wo er Leprakranke betreute und Bruder Godfrey Kiryowa, aus Uganda, 29 Jahre, ebenfalls Comboni Missionar, wurden am 14. August bei einem Viehdiebstahl auf der Straße von Capeto nach Kodido (Uganda) ermordet.


Pfarrer Alphonse Kavendiambuku, aus der Demokratischen Republik Kongo (Diözese di Matadi), wurde am 26 August in Kavuaya in der Provinz Bas Congo, von fünf ehemaligen Soldaten bei einem Überfall auf sein Auto ermordet, in dem er mit zwei weiteren Personen unterwegs war. Einer der Mitfahrer wurde verletzt der andere blieb unversehrt.


Pfarrer Lawrence Oyuru, Pfarrer in Ocero, Diözese di Soroti in Uganda, wurde am 1. September 2003 zusammen mit fünf weiteren Personen von Rebellen der LRA aus dem Hinterhalt auf der Straße von Soroti nach Manasale ermordet.


Pfarrer William De Jesus Ortez, 32 Jahre, geboren in Jucuapa (El Salvador) und Pfarrer der Kathedrale in Santiago in der Diözese Santiago de Maria (El Salvador), wurde in der Kirche am Abend des 5. Oktober 2003 ermordet. Jaime Noel Quintanilla, 23 Jahre, Mesner im Dom, wurde zusammen mit dem Pfarrer ermordet.


Annalena Tonelli, 63 Jahre, Laienmissionarin aus Italien, wurde 5. Oktober in dem von ihr gegründeten Krankenhaus in di Borama (nord Somalia) ermordet, wo sie seit 33 Jahren den Einheimischen half.


Pater Sanjeevananda Swami, aus Indien, 52 Jahre, wurde am 7. Oktober 2003 bei einem Überfall in Belur (Verwaltungsdistrikt Kolar, Diözese di Bangalore, Indien) ermordet.


Pfarrer Saulo Carreño, 38 Jahre, aus Guacamayas (Boyacá), Pfarrer von Saravena (Arauca, Kolumbien), wurde am il 3. November erschossen. Auch eine Angestellte des örtlichen Krankenhauses, Maritza Linares, die sich an Bord seines Fahrzeugs befand, wurde ermordet. Der Mord, der vermutlich von einer Gruppe verübt wurde, die das Erdölgebiet in der Region kontrollieren, fand in der Nähe des örtlichen Krankenhauses auf der Straße von Saravena nach Fortul statt.


Pfarrer Henry Humberto López Cruz, aus dem Libanon (Tolima), 44 Jahre, Pfarrer in Villavicencio, Hauptstadt der Region di Meta, in Mittelkolumbien, erlag am 3. November den Misshandlungen, die an ihm verübt worden waren. Seine Leiche wurde im Pfarrhaus von einer Haushaltshilfe an einen Stuhl gefesselt aufgefunden worden.


Pfarrer José Rubín Rodríguez, aus Kolumbien, 51 Jahre, Pfarrer von La Salina (Casanare, Kolumbien) wurde am 14. November in einem ländlichen Gebiet bei Tame (Arauca, Kolumbien) entführt und ermordet. Seine Leiche wurde am 21. November gefunden.


Pfarrer José Maria Ruiz Furlan, 69 Jahre, aus Guatemala, wurde am Sonntag, den 14. Dezember in der Nähe seiner Pfarrei in Guatemala City in einem armen Stadtrandviertel ermordet. Er war vor allem für sein Engagement für die Menschenrechte und seinen Einsatz für benachteiligte Menschen bekannt.


Pater Anton Probst, 68 Jahre, aus Deutschland, Clarettianer Missionar, wurde am Abend des 24. Dezember von Einbrechern im Noviziat in Akono, in Kamerun ermordet. Bei der Rückkehr von der Messe am Heiligen Abend wurde er in seinem Zimmer von den Einbrechern überrascht, die ihn gefesselt und zu Tode misshandelten. Er war seit 11 Jahren in Kamerun tätig und hatte zuvor 24 Jahre in der Demokratischen Republik Kongo gelebt und gearbeitet.


Erzbischof Michael Courtney, Apostolischer Nuntius in Burundi, aus Irland, 58 Jahre, wurde am 29. Dezember in Minago, 50 km südlich der Landeshauptstadt Bujumbura ermordet. Er befand sich auf der Rückkehr von einem Besuch in der Hauptstadt, als sein Auto unter Beschuss genommen wurde, wobei er tödlich getroffen und seine Mitfahrer verletzt wurden. Er erlag seinen den Folgen seiner Verletzungen wenig später im Krankenhaus von Bujumbura.


Da fragte mich einer der Ältesten: "Wer sind diese, die weiße Gewänder tragen, und woher sind sie gekommen?" Ich erwiderte ihm: "Mein Herr, das musst du wissen." Und er sagte zu mir: "Es sind die, die aus der großen Bedrängnis kommen; sie haben ihre Gewänder gewaschen und im Blut des Lammes weiß gemacht. Deshalb stehen sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm bei Tag und Nacht in seinem Tempel; und der, der auf dem Thron sitzt, wird sein Zelt über ihnen aufschlagen. Sie werden keinen Hunger und keinen Durst mehr leiden und weder Sonnenglut noch irgendeine sengende Hitze wird auf ihnen lasten. Denn das Lamm in der Mitte vor dem Thron wird sie weiden und zu den Quellen führen, aus denen das Wasser des Lebens strömt, und Gott wird alle Tränen von ihren Augen abwischen."
(Offb 7, 13-17).

[aufgeschnappt]
"Wer würde einen Priester töten?" "Heutzutage? Jeder". - [Dialog in CSI Miami].

Seit Neujahr krank (Grippe), aber auf dem Weg der Besserung.