Montag, Juni 21, 2004

Der Segen Seiner Allheiligkeit
Zur Zeit ist Bartholomaios I., Ökumenischer Patriarch von Konstantinopel, in Österreich. Heute abend nahm er an einer Vesper in der Salzburger Benediktinnerabtei St. Peter teil, dem ältesten Kloster im deutschsprachigen Raum. Ein feierlicher Einzug in die Stiftskirche, vorne die Mönche von St. Peter, dahinter etliche kirchliche Würdenträger, darunter der Salzburger Alterzbischof Eder, schließlich sein Nachfolger, Alois Kothgasser, an seiner Seite Seine Allheiligkeit. Neben der orthodoxen liturgischen Kleidung sieht die katholische erzbischöfliche Pracht geradezu ärmlich aus. So sind die Schuhe (oder war es der Mantel?) Seiner Allheiligkeit mit Glöckchen besetzt, die bei jedem Schritt vernehmlich schellen, ein orthodoxer Mönch trug die Schleppe, die Teil der liturgischen Kleidung Seiner Heiligkeit war. Die Predigt Bartholomaios I., von einem seiner Begleiter verlesen, war dem Lob des Mönchtums gewidmet, das ein Zeichen wider die Zeit sei, prophetisch, apostolisch und märtyrerhaft. Am Ende segnete Seine Allheiligkeit die Anwesenden, sodass ich zwar noch nie höchstselbst in eigener Person vom Papst, dem Nachfolger des Heiligen Petrus, dafür aber vom Nachfolger des Heiligen Andreas, Petrus Bruder, gesegnet wurde.