Die Folgen einer juristischen Anerkennung
Am 10. November 1998 unterzeichneten Israel und der Vatikan einen Vertrag. Darin werden seitens des Staates Israel die kirchlichen Einrichtungen und Institutionen im Heiligen Land juristisch anerkannt. Weiters gibt der Vertrag der Kirche das Recht eigenes Personal und eigene Institutionen im Heiligen Land zu unterhalten. Seit der Unterzeichnung des Vertrags verweigern die israelischen Behörden katholischen Ordensleuten eine Verlängerung ihrer Visa. Mindestens 100 Ordensleute und im kirchlichen Dienst tätige Personen befinden sich derzeit illegal im Land, da ihre Visa nicht erneuert wurden, eine Zahl, die rasch ansteigt, weil mit jedem Tag weitere Visa auslaufen und nicht verlängert werden. In der Vergangenheit, also vor dem Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung, war die Verlängerung der Visa von Ordensleuten Routinesache. Sie wurden automatisch alle 2 bis 3 Jahr verlängert. Das hat sich nunmehr gänzlich verändert, ohne dass seitens der Regierung eine Erklärung über die Umstände dieser Änderung gegeben wird. Alle Bitten um Aufklärung zerschellen an einer Mauer der Unzuständigkeit und Vertröstung, einem Wall des Schweigens. Pater David Jaeger OFM gegenüber AsiaNews: "Die Situation hier ist wirklich unglaublich - kafkaesk, anders kann man dazu nicht sagen. Wir haben es wirklich mit einem sehr ernsthaften Problem zu tun, das Tag für Tag größer wird. Die Versprechen der Regierung wurden bis jetzt nicht eingehalten. Sie erklären uns nicht die Gründe für diese neue Politik. Es gibt keine offiziellen Kanäle für den Dialog, um eine Lösung für diese Situation zu finden. Die katholische Kirche im Heiligen Land appelliert an die Solidarität der anderen Kirchen weltweit. Den Regierenden in diesem Land muss klar werden, dass diese Situation die katholische Kirche auf der ganzen Welt interessiert."
Aus diesem Grunde zitiere ich auch diesen Appell von Pater Jaeger hier in meinem Blog und bitte alle anderen katholischen Blogger gleiches zu tun. Mag auch meine und Eure Stimme sehr leise sein, unhörbar für die, die es angeht, ist dies doch kein Grund, sie nicht zu erheben.
Franciscans and other religious treated like illegal immigrants | For the first time in over 50 years, Israel’s government has refused to renew visas belonging to some one hundred nuns, priests and other religious. Now the Holy Land Custodian Spokesman is appealing to Churches around the world for moral and legal support.
There has never been a crisis of the sort in the 56 years of Israel's existence as Church clergy and personnel are deprived of visas to remain in the country. The crisis affects the lives and work of hundreds of priests, nuns and other religious who now must all live under clandestine conditions. They are subject to being stopped and questioned along the road and even arrested like illegal immigrants. Only last week, March 17, two Most Holy Rosary sisters were stopped by police and two days before that a Franciscan brother was also halted in his steps by security patrols. ... - [AsiaNews].


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