Donnerstag, April 01, 2004

"Das sind die, welche aus der großen Drangsal gekommen sind"
In der Nacht vom 30. auf den 31. März starb der 76-jährige Comboni-Missionar Pater Luciano Fulvi von fremder Hand. Sein Körper wurde gestern morgen von seinen Mitbrüdern in der Mission von Layibi in den Aussenbezirken der Stadt Gulu im nördlichen Uganda in einer Blutlache gefunden. Er wurde durch Messerstiche gemordet, vielleicht von Banditen, vielleicht auch von Anhängern der Llord’s Resistance Army.

Pater Luciano Fulvi wirkte von 1954 bis 1964 in Uganda. Nach einem langen Aufenthalt in England und Schottland, in einem Alter, in dem manch andere den wohlverdienten Ruhestand genießen, kehrte er in das krisengeschüttelte Land zurück. Der Herausgeber von misna, Pater Giulio Albanese, besuchte ihn gerade erst drei Wochen vor seiner Ermordung: "Er war sehr offenherzig, mit einem Lächeln für jeden. Niemals fürchtete er die Schwierigkeiten des Lebens als Missionar, besonders im dramatischen Kontext von Nord-Uganda."

In den letzten 20 Jahren wurden bei verschiedenen Anlässen 15 Comboni-Missionarsväter und eine Comboni-Missionsschwester ermordet. - [misna].

Da fragte mich einer der Ältesten: "Wer sind diese, die weiße Gewänder tragen, und woher sind sie gekommen?" Ich erwiderte ihm: "Mein Herr, das musst du wissen." Und er sagte zu mir: "Es sind die, die aus der großen Bedrängnis kommen; sie haben ihre Gewänder gewaschen und im Blut des Lammes weiß gemacht. Deshalb stehen sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm bei Tag und Nacht in seinem Tempel; und der, der auf dem Thron sitzt, wird sein Zelt über ihnen aufschlagen. Sie werden keinen Hunger und keinen Durst mehr leiden und weder Sonnenglut noch irgendeine sengende Hitze wird auf ihnen lasten. Denn das Lamm in der Mitte vor dem Thron wird sie weiden und zu den Quellen führen, aus denen das Wasser des Lebens strömt, und Gott wird alle Tränen von ihren Augen abwischen." (Offb 7, 13-17 ).