Dienstag, Oktober 28, 2003

[aus dem Mainstream]

Donum Vitae - Geld der Bischöfe?

"Donum Vitae": Kein Geld von Bischöfen für Schwangerenberatung | Die katholische Organisation "Donum Vitae" dementiert einen Bericht des ARD-Magazins "Report Mainz", wonach man für Schwangerschaftsberatung Geld von Bischöfen erhalte. - [ORF Religion].

Donum Vitae: Kein Geld von Bischöfen für Schwangerenberatung | In Deutschland erhält die katholische Schwangerschaftsberatung Donum Vitae nach eigenen Angaben für ihre Tätigkeit kein Geld von Bischöfen. - [Tiroler Tageszeitung].

Viele Bischöfe finanzieren angeblich Schwangerenkonfliktberatung | Trotz der Anordnung von Papst Johannes Paul II., komplett aus der Schwangerenberatung auszusteigen, unterstützen 15 von 26 katholischen Bischöfen in Deutschland angeblich weiterhin finanziell die Schwangerenkonfliktberatung. - [Yahoo! Nachrichten Deutschland].


Italien - Streit um's Kreuz

Italienischer Richter verbietet Kruzifix an Schulen | Zuerst schien es wie eine Provinzposse, jetzt wird es zur Staatsaffäre: Ausgerechnet in Italien, Heimat des Vatikans und Sitz des Papstes, hat ein Richter das Kruzifix in der Schule verboten. - [Basler Zeitung].

Aufregung um "Kruzifix"-Urteil in Italien | Der Streit über ein Urteil, wonach in einer Volksschule in der Stadt L'Aquila das Kreuz aus den Schulklassen entfernt werden soll, erhitzt die Gemüter in Italien. - [ORF].

Italien: Streit um Gerichtsurteil gegen Kruzifixe in Staatsschule | Ein Gerichtsbeschluss zur Entfernung der Kruzifixe aus einer staatlichen Schule hat in Italien heftige Diskussionen ausgelöst. - [ORF Religion].

Italien: Die Krux mit dem Kreuz | Für einen Eklat sorgte ein am Samstagabend gefälltes Urteil des Gerichts der mittelitalienischen Stadt L'Aquila: Richter Mario Montanaro ordnete die Entfernung des Kruzifixes von der Volksschule an, die von den Kindern des Präsidenten der Moslemischen Union Italiens, Adel Smith, besucht wird. - [Kurier].

Italien: Führende islamische Organisationen gegen Kruzifix-Urteil | Führende Vertreter islamischer Organisationen in Italien haben sich gegen das Kruzifix-Urteil von L'Aquila ausgesprochen. Dieses Urteil gefährde das friedliche Zusammenleben von Christen und Moslems in Italien, sagte der Sekretär der "Vereinigung islamischer Gemeinden in Italien" (UCII), Hamza Roberto Piccardo, gegenüber der italienischen Tageszeitung "Il Giornale". - [Tiroler Tageszeitung].

Kruzifix-Streit nach Gerichtsbeschluss | Italienisches Gericht ordnet Entfernung des Kreuzes in Schulklassen an - Ciampi: "Kreuz symbolisiert unsere Werte" - Aufruhr in katholischen Kreisen. - [Der Standard].

"Kruzifix-Streit" eskaliert in Italien | In Italien ist ein heftiger Streik um religiöse Symbole in den Schulen entflammt. Für einen Eklat sorgte ein am Samstagabend gefälltes Urteil des Gerichts der Stadt L'Aquila: Ein Richter ordnete die Entfernung des Kruzifixes von der Volksschule an, die von den Kindern des Präsidenten der Moslemischen Union Italiens, Adel Smith, besucht wird. - [Kleine Zeitung].

Montag, Oktober 27, 2003

Mann der Zukunft
Interessante Passage in John Allens letztem Word From Rome. So sagte ihm ein amerikanischer Bischof, dass für viele von ihnen Johannes Paul wie ein Vater sei. Und wie es mit Eltern so ist, man merkt nicht, wie sie altern - bis es einen eines Tages trifft und man denkt: mein Gott, sie sind alt. So, meinte der Bischof, empfänden viele seiner Kollegen nach dieser Woche (der Feier zum Jubiläum) in bezug auf den Papst.

John Allen berichtet auch über einen wahrhaft bemerkenswerten Wortwechsel mit Angelo Scola, dem Patriarchen von Venedig. Vor einem Fernsehinterview mit CNN standen er und der Patriarch plaudernd vor der Kulisse von St. Peter. Venedig schenkte dem 20. Jahrhundert 3 Päpste, Pius X, Johannes XXIII und Johnnes Paul I, schon aus diesem Grunde wird Scola als "papabile", als Kandidat für das höchste Amt und den schwierigsten Dienst in der Kirche, gehandelt. Während also Allen und Scola plaudernd über den Petersplatz schritten, grüßte sie der Wiener Kardinal Schönborn, der ebenfalls von manchen als möglicher Kandidat für die Schuhe des Fischers genannt wird. Als Schönborn weitergegegangen war, sagte Scola gänzlich unerwartet: "Er ist der Mann der Zukunft". Allen fragte sofort nach: "In welcher Hinsicht?" "Ich denke, sie haben mich verstanden," entgegnete ihm Scola. "In jeglicher Hinsicht." Am nächsten Tag traf Allen einen anderen, namentlich nicht genannten Kardinal zu einem informellen Gespräch. Er erzählte diesem von Scolas Worten, worauf ihn der Kardinal vollkommen ernst anblickte und sagte: "Er hat absolut recht."

Schönborn?

Aber wie heißt es so schön? Schon mancher Kardinal betrat das Konklave als Papst ... um es als Kardinal wieder zu verlassen.

Sonntag, Oktober 26, 2003

Annalena Toneli
Death of a Nobody: Annalena Tonelli, 2 April 1943–5 October 2003.
Noch ein guter Artikel (auf englisch) zu Leben und Tod von Annalena. - [OneWorld.net].

nahe Fremde
Am Wochenende streifte ich durch Rupertigau und Chiemgau, nahe Fremde gleich hinter der österreichisch-deutschen Grenze. Erstaunlich, welch interessante landschaftliche und kulturelle Kleinode sich hier verstecken, wohl auch vielen Einheimischen kaum bekannt. Als erstes steuerten wir, meine Frau und ich, das ehemalige Augustiner-Chorherrnstift Höglwörth an, das am gleichnamigen See liegt. Die ehemalige Stiftskirche im barocken Schmuck mit seegrün gefärbtem Stuck erinnerte mich spontan an Sankt Peter in Salzburg. Nicht weiter erstaunlich, wie ich dann später der Beschreibung des Kircheninneren entnahm, stammten doch die das Kircheninnere schmückenden Künstler aus Salzburg, wo sie die heute noch bestehende barocke Ausgestaltung Sankt Peters schufen. Nach Besichtigung der Kirche und der ehemaligen Stiftsgebäude umwanderten wir den kleinen See. Recht ungewohnt für diese Jahreszeit erschien uns der Schnee, auf dessen glänzender Oberfläche das reichlich von den Bäumen stürzende Laub ein farbiges Mosaik bildete.

Im Anschluß daran fuhren wir nach Traunstein und besichtigten in der Alten Wache im Rathaus die Ausstellung «Gottesbegegnungen - Ikonen erzählen die Bibel». Vor Jahren war ich kurz vor Weihnachten einige Tage beruflich in Moskau. Das Ende der Sowjetunion war zu der Zeit noch fast in Griffweite, alles bildete eine seltsame Mischung zwischen altem System und explodierendem Kapitalismus. Damals besuchte ich auch recht kurzfristig 2 Vorstellungen im Bolschoitheater. Das Bolschoi genoss einen geradezu legendären Ruf für sein Ballet, also sah ich mir den «Nussknacker» von Tschaikowsky an - einige US-Dollar für das Hauspersonal genügten, um mir Einlaß in eine der Logen zu verschaffen. Ein paar Dollar mehr erwarben mir einen Logenplatz für drei Operneinakter von denen einer, wenn ich mich recht entsinne, von Prokofjew stammte. Die Opern wurde natürlich in der Landessprache gesungen, was heißt, dass ich kein Wort verstand. Und da ich die Opern auch nicht kannte - und bis heute nicht weiß, was ich da eigentlich hörte - hatte ich keinerlei Ahnung worum's dabei ging. In einem der Stücke traten nur 3 Männer auf, 1 Bariton und 2 tiefe Bässe. Und wer sich jetzt zu fragen beginnt, was denn dies mit der Ausstellung in Traunstein zu tun habe, nun, ganz einfach: den musikalische Hintergrund bildeten Musikkonserven russischer Liturgie, tiefe Männerstimmen. Mir wurde plötzlich klar, dass dies, die Liturgie der orthodoxen Kirche des Landes, die Quelle der russischen Vokalmusik ist, die Ähnlichkeit deutet unüberhörbar die direkte Abstammungslinie an.

Heute dehnten wir den Streifzug in die nahe Fremde nach Altenmarkt im nördlichen Chiemgau aus, zum ehemaligen Augustiner-Chorherrenstift Baumburg. Die Kirche, ein Rokkokobau, ist mir persönlich zu kühl. Farbiger ist da schon die Gründungsgeschichte, die auf einem Totschlag und 3 Ehen beruht.

St. WolfgangAls nächstes besuchten wir die Nebenkirche Sankt Wolfgang der Pfarrei Baumburg. Die kleine gotische Kirche mit massigem Turm aus Steinquadern, auf einer kleinen Anhöhe gelegen, ist von der Bundesstraße 304 aus schon von weitem sichtbar. Sie bildete einst eine Station auf dem mittelalterlichen Pilgerweg, der von Franken über Velburg in der Oberpfalz und Regensburg nach Sankt Wolfgang am Wolfgangsee führte. Wiewohl die barocke Neuerungswut auch über Sankt Wolfgang hingwegbrauste, ist der gotische Charakter noch weitgehend erhalten. Interessant ist der Fels unter dem Volksaltar. Die Löcher darin weisen auf eine der Legenden um den Heiligen Wolfgang hin. So soll sich der Heilige eines Tages als Bußübung die Hände an einem Felsen blutig geschlagen haben. Dabei gab der Stein seinen Schlägen wie Wachs nach, so dass darin Vertiefungen entstanden. Der Strom der Wallfahrer ist leider fast vollständig versiegt. Dabei lohnt Sankt Wolfgang einen Besuch. Das darf durchaus als Aufforderung verstanden werden.

Rabenden HochaltarIm Anschluss daran erwiesen wir dem «Meister von Rabenden», genauer gesagt seiner Hinterlassenschaft, dem wunderbar kunstvollen Schrein des spätgotischen Hochaltars der von aussen nicht weiter auffälligen Kirche von Rabenden, unsere Referenz. Da bis heute nicht gesichert ist, wer denn nun der Schöpfer dieses großartigen Werks ist, ist der unbekannte Künstler als «Meister von Rabenden» bekannt. Er gilt als einer der bedeutendsten Bildhauer des frühen 16. Jahrhunderts. Die Kirche ist ein spiritueller Stützpunkt auf einem der Jakobswege durch Baiern. Die Hauptfigur des Altars stellt daher auch den Apostel Jakobus mit Pilgerstab und Pilgerhut mit Muschel dar. Eine kleinere Plastik an der rechten Seitenwand des Kirchenschiffs bildet gleichfalls den Apostel mit Hut, Stab und Muschel ab. Bemerkenswert sind auch die Gemälde auf den Altarflügeln. Einer der Flügel war bei unserem Besuch geschlossen, der andere geöffnet. Der rechte geschlossene Flügel zeigte auf der uns zugewandten Aussenseite die Heiligen Florian und Jakobus den Älteren, der linke geöffnete Flügel zwei Szenen aus dem Marienleben, eines davon war «Mariä Verkündigung», das Thema des zweiten habe ich leider vergessen.

Ein Spaziergang den Chiemsee entlang bei tief stehender Sonne setzte den Schlußpunkt. Aus der nahen Fremde kehrten wir wieder heim.

Samstag, Oktober 25, 2003

Quotenhit Gottesdienst
Der ORF, die öffentlich rechtliche Sendeanstalt Österreichs, überträgt im Radio jeden Sonntag den katholischen Gottesdienst. Was mich überraschte: jeder achte Österreicher ab dem 10. Lebensjahr hört zumindest eine Viertelstunde lang zu. Etwa 600.000 Menschen verfolgen Sonntag für Sonntag den Gottesdienst, zu Spitzenzeiten sind es bis zu 870.000. Ein echter Quotenhit. Bemerkenswert daran ist, dass auch Menschen, die der Kirche ferne stehen, ohne Religionsbekenntnis sind, an diesen Sendungen Interesse zeigen. - ORF Religion: 63 katholische Gottesdienste live im ORF-Radio].

Freitag, Oktober 24, 2003

Jauch knapp hinter Jesus - wann zieht er an ihm vorbei?
Günther Jauch, Moderator und Millionenquizmaster der Nation, liegt in einer Forsa-Umfrage, die der Deutschen Vorbilder erkunden sollte, an 11. Stelle - nur ganz knapp hinter Jesus, dem Christus, Lamm Gottes, Messias, Erlöser der Welt, der von 9 anderen, offensichtlich bedeutsameren Identifikationsfiguren, darunter Persönlichkeiten wie Michail Gorbatschow, Albert Einstein, Mahatma Ghandi und Nelson Mandela, auf einen Platz gerade noch unter den ersten Zehn verwiesen wurde. Vermutlich nicht mehr lange, dann wird Jesus auch Jauch nur mehr von hinten sehen ... Immerhin: für die Mehrheit (35% der Befragten) ist die eigene Mutter wichtigstes Vorbild, dicht gefolgt von der gerade selig gesprochenen Mutter Teresa (34,9%). Letzteres wird - o was bin ich nur für ein Zyniker - nicht lange halten, haben doch die Medien bereits aufgehört über Mutter Teresa zu schreiben. - [Yahoo! Deutschland Nachrichten].

Gibson vermarket "The Passion of Christ" selbst
Keines der großen Studios wollte so recht. Zu sehr fürchteten sie, durch die Vermarktung von "The Passion of Christ" ins Kreuzfeuer der Kritik zu geraten. Also beschloss Mel Gibson nach einem Bericht der Los Angeles Times den Film über seine eigene Firma, Icon Entertainment, zu vertreiben. Am 25. Februar des kommenden Jahres, das ist Aschermittwoch, wird "The Passion of Christ" in den amerikanischen Kinos anlaufen. - [Quelle: Los Angeles Times (kostenlose Registrierung zum Lesen des Artikels notwendig)].

In der Mitte
Was ist die Mitte meines Glaubens? Paulus schreibt im 1. Brief an die Korinther "Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe." In der Mitte meines Bekenntnisses, in dem, was für jetzt bleibt, steht die Hoffnung. Sie ist die fette, schwarze Erde, aus der sich mein Glaube nährt. Die Liebe hingegen findet nur wenig fruchtbaren Grund in mir, mein Herz ist für sie zu kalt. Ich glaube der Hoffnung wegen. Ohne sie hätte ich nichts.

Donnerstag, Oktober 23, 2003

Sprechen wir von etwas Interessantem
Reden wir über's Wetter. Heute abend begann es zu schneien. Zu schneien? Nein, das wäre zu wenig. Fast ist es ein kleiner Schneesturm, der über Stadt und Land fegt. Ich chauffierte einen Freund nach der Sauna zu seinem Haus, rund 30 Kilometer ausserhalb der Stadt, die Straßen weiß von Schnee. Dabei sorgte ich mich wegen all der Leute, der anderen Autofahrer, diesen Verrückten, die immer noch ohne Winterreifen unterwegs sind. Ich hasse es, wenn die Leute genau so blöd sind wie ich (aus dieser Bemerkung liesse sich möglicherweise die winterreifenliche Abstinenz meines eigenen Fahrzeugs erschliessen). Aber es ging alles gut, von einer leichten Beklommenheit abgesehen. Mein Fuß für's Gaspedal hat die Ankunkft des Winters noch nicht so recht realisiert und meinte, sich immer noch auf sommerlich trockener Fahrbahn zu befinden. Ich verhehle nicht während des Fahrens vorsorglich einen Akt der seelischen Reue meiner Sünden, vor allem jener der letzten Zeit, vollzogen zu haben. Wer kann schon sagen, wann er gerufen wird?

Montag, Oktober 20, 2003

Für Freunde geistlicher Musik
Empfehlenswert: die DoveSong Foundation. Viel Material zu klassischer Musik allgemein und zu geistlicher Musik im Besonderen. Eine MP3 Library ermöglich den Hörzugang zu Schmuckstücken musikalischer Gottesverehrung. Eine kleine Kostprobe (und weil es zur Zeit gerade besonders gut passt): Tu Es Petrus von Giovanni Pierluigi da Palaestrina (Martin Behrmann, Spandauer Kantorei).

Briefe an Gott
Was passiert mit Briefen, die an Gott oder Jesus adressiert sind? Jizchaks Rabihija weiß es: "Wir bekommen Tausende Briefe, die entweder an Gott oder an Jesus Christus geschickt wurden, und aus irgendeinem Grund landen sie alle in Jerusalem." Jizchaks Rabihija ist Postsprecher in Jerusalem. Unzustellbare Briefe landen in der entsprechenden Abteilung. Dort werden sie in verschiedene Fächer sortiert, eines davon trägt die Aufschrift «Briefe an Gott». Der Chef der Abteilung, Awi Janniw, erklärt, er und seine Mitarbeiter würden mittlerweile «Gottes Stellvertreter» genannt, weil sie die Briefe zur Klagemauer brächten. Juden stecken traditionell kleine Zettel mit Bitten in die Lücken zwischen die Steine. "Ich glaube an Gott, darum will ich diesen Menschen helfen", sagt Awi Janniw. Anschließend werden die Briefe vor den Toren Jerusalems begraben. - [ORF Religion].

Sonntag, Oktober 19, 2003

Heute ist Ihr Tag
Nirgends zeigt sich dies deutlicher als in den Medien. Google News Deutschland listet heute gegen 17 Uhr über 202 Artikel zu Mutter Teresa und ihrer Seligsprechung auf. Tribut für eine kleine, große Frau. Und Mutter Teresa? Was sagt sie?

«Gott schuf die Welt und sah, sie war gut. Gott schuf den Menschen und sah, er war gut. Gott schuf alles, und alles war gut für ihn... Was wir Menschen daraus machen, ist ein anderes Kapitel.»


Laut einem Bericht der OÖ Nachrichten sind die Hotelbesitzer und Andenkenhändler allerdings von der Seligsprechung enttäuscht. Mit den Verehren Mutter Teresas, gerne als «Engel der Armen» apostrophiert, war wenig bis gar kein Geschäft zu machen, sie sind für die Reise nach Rom einfach zu arm. Irgendwie sehr passend.

Samstag, Oktober 18, 2003

Kill Bill, Vol. 1
6 Jahre sind vergangen seit seinem letzten Film. Jetzt kommt Quentin Tarantinos neuestes Epos Kill Bill, Vol. 1 ins Kino. Eine blutige Racheorgie einer Ex-Killerin an den ehemaligen Kollegen und deren Anführer namens Bill. Abgehackte Köpfe, abgehackte Gliedmaße, eimerweise Blut. Wenn es sechs Jahre brauche, um sich dafür inspirieren zu lassen, rät CNS Movie Review dem Regisseur, solle er Bill vergessen - und statt dessen die Muse killen.

Abbaye du Mont des Cats
Komplet (Real Player notwendig).

Firebird
Eben habe ich die neue deutsche Version des Open-source Browser Mozilla Firebird 0.7 »gedownloaded« und getestet. Und bin begeistert. Das nenne ich mal einen flotten Flitzer. Das rote Monster hat wirklich Feuer unter dem A...äh, will sagen: es hat Flügel. Hier erfahrt ihr mehr über den Vogel unter den Browsern, hier kommt er Euch durch's (für) »Window« geflogen (5.661 KB).

Freitag, Oktober 17, 2003

Hirten der Herde
Pastores Gregis, nachsynodales apostolisches Schreiben von Papst Johannes Paul II. zum Thema »Der Bischof - Diener des Evangeliums Jesu Christi für die Hoffnung der Welt«, vollständiger Text.

The Murder of Dr Annalena Tonelli: What Questions Should We Ask?
Laut einem Bericht von Radio Somaliland wurde der Mörder von Annalena Tonelli gemeinsam mit zwei anderen Männern verhaftet. Immer noch ist unklar, aus welchen Gründen Annalena ermordet wurde. - [Radio Somaliland].

Mittwoch, Oktober 15, 2003

Menschenfischer
Kostet und seht
wie gut der Herr ist.
Sein Joch ist sanft,
seine Last leicht.
Aber das Kreuz
ist ein Haar
in der Suppe,
ein Haken in des Fisches
Maul.

The Healing Heart of Annalena Tonelli
Ein guter Artikel über Annalena. - [Washington Post].

aufgeschnappt
Wunder: für die, die nicht glauben, ist keine Erklärung befriedigend. Für die, die glauben, ist keine Erklärung erforderlich. [Trance Gemini, Andromeda].

im Kino: Passion
Die «Passion» im Kino! Allerdings nicht Mel Gibsons Werk, sondern der älteste erhaltene Film über Jesus mit dem Titel La Passion, ein 13 Minuten dauerndes Opus der Gebrüder Lumiere aus dem Jahr 1897. Der 106 Jahre alte Streifen schildert in 13 Szenen Stationen des Lebens Jesus. Gezeigt wird er im Rahmen des fünftägigen Symposiums «Und das Wort ist Bild geworden - Die Bibel und biblische Motive im Film», das seinerseits in die diesjährige Viennale eingebettet ist.
Gezeigt werden weiters «Der Galiläer» von Dimitri Buchowetzki, «Mensch Jesus» von Cornelius Meckseper, «Nazarin» von Luis Bunuel, «Die Truman Show» von Peter Weir, «City of God» von Fernando Meirelles, «Jesus von Montreal» von Denys Arcand, «K-PAX - Alles ist möglich» von Iain Softley sowie «Stigmata» von Rupert Wainwright. - [ORF Religion].

«Technische» Details:
Symposion «Und das Wort ist Bild geworden - Die Bibel und biblische Motive im Film», 19. bis 23. 10 im Cinemagic, Wien, Karten unter Tel. 0699/18877031.

Zur Zeit bin ich beruflich stark eingespannt und führe daher mein Blog nur sporadisch. In 14 Tagen wird sich die Lage wieder normalisieren, dann werde ich wieder mehr schreiben.

Donnerstag, Oktober 09, 2003

Welcome to the Official Veni Domine homepage
Durch Namensähnlichkeit zu meinem Blog zufällig gefunden: die Official Veni Domine homepage, eine Band, nie gehört von ihr, was nichts heissen will, ich bin nur sehr peripher an "normaler" Unterhaltungsmusik interessiert. Kennt sie wer von Euch? Was für eine Art von Musik machen die?

Mittwoch, Oktober 08, 2003

Annalenas Ruhestätte
Annalena TonelliDie näheren Umstände der Ermordung Annalena Tonellis, die letzten Sonntag aus der großen Drangsal kam, sind weiterhin unklar und werden in den verschiedenen Medien unterschiedlich dargestellt. Annalena wurde durch einen Schuss in den Kopf getötet. Nach Radio Somaliland wurde die Tat von einem geistig verwirrten Mann ausgeführt. Dieser sei zur Behandlung seiner Depression im Spital gewesen. Der Mann soll mittlerweile in Haft sein. misna hingegen berichtet, die Ermordung Annalenas wäre durch zwei bislang nicht identifizierte Männer erfolgt.


Auf Wunsch der Familie wird sie in Wagir, einem Ort in Kenia unweit der Grenze zu Somalia, begraben. Vor über 30 Jahren begann sie hier ihren Weg der Nachfolge Christi im Dienst an den von ihr geliebten Nomaden Somalias. Nun wird sie für eine Weile, eine kurze Weile, in deren Erde gesät.

Auferstehn, ja auferstehn wirst du,
mein Staub, nach kurzer Ruh'!
Unsterblich Leben
wird, der dich rief, dir geben!

Wieder aufzublühn wirst du gesät!
Der Herr der Ernte geht
und sammelt Garben
uns ein, die starben!

O glaube, mein Herz, o glaube:
Es geht dir nichts verloren!
Dein ist, ja dein, was du gesehnt!
Dein, was du geliebt, was du gestritten!

O glaube: Du wardst nicht umsonst geboren!
Hast nicht umsonst gelebt, gelitten!

Was entstanden ist, das muß vergehen!
Was vergangen, auferstehen!
Hör auf zu beben!
Bereite dich zu leben!

O Schmerz! Du Alldurchdringer!
Dir bin ich entrungen!
O Tod! Du Allbezwinger!
Nun bist du bezwungen!
Mit Flügeln, die ich mir errungen,
in heißem Liebesstreben,
werd' ich entschweben
zum Licht, zu dem kein Aug' gedrungen!
Sterben werd' ich, um zu leben!

Auferstehn, ja auferstehn wirst du,
mein Herz, in einem Nu!
Was du geschlagen,
zu Gott wird es dich tragen!

(Auferstehung - Friedrich Gottlieb Klopstock, Gustav Mahler)

Dienstag, Oktober 07, 2003

Zeugnis der Annalena Tonelli
Zeugnis der Annalena Tonelli, die letzten Sonntag aus der großen Drangsal kam (Offb 7, 14), gegeben anläßlich des International Volunteer Day 2002 im Vatikan. Übersetzung aus dem Englischen vom mir. Die englische Übersetzung dieses Zeugnisses bei misna.

"Ich wurde 1943 in Forli geboren. Über 30 Jahre arbeitete ich im Gesundheitswesen, bin aber kein Arzt. Ich habe einen italienischen akademischen Abschluß im Rechtswesen, bin qualifiziert für den Englischunterricht an höheren Schulen in Kenia. Ich besitze weiters Zertifikate und Diplome in der Diagnose von Tuberkulose aus Kenia, in Tropenmedizin und Gemeindemedizin aus England, in der Behandlung von Lepra aus Spanien. Im Januar 1969 verließ ich Italien. Seitdem lebe ich im Dienst an den Somalis. Ich wollte Jesus folgen und entschied, für die Armen da zu sein. Für Ihn wählte ich radikale Armut, obgleich ich niemals auf dieselbe Weise arm werden kann, wie arme Leute arm sind. Ich lebe meinen Dienst ohne Namen, ohne die Sicherheit, die ein religiöser Orden gewährt, ohne einer bestimmten Organisation anzugehören, ohne ein Gehalt zu beziehen, ohne finanziell für mein Alter vorzusorgen. Doch habe ich Freunde, die mir und meinen Leuten helfen, besonders jene vom «Komitee gegen den Welthunger» in Forli. Ich verließ Italien, um das Evangelium mit meinem Leben zu bezeugen, den Fußstapfen Charles de Foucauld zu folgen. 33 Jahre Jahre lang verkündete ich alleine mit meinem Leben das Evangelium, und in mir brennt der Wunsch, dies bis zu meinem Ende fortzusetzen. Dies ist es, was mich zutiefst motiviert, zusammen mit einer unbesiegbaren Leidenschaft für die Leidenden und Unterdrückten über alle Schranken von Rasse, Kultur und Glaube hinweg. Ich lebte fast immer mit Somalis in einer ausschließlich moslemischen Welt. Zuerst in Kenia, dann hier in Borama, hatte ich keine Mitchristen um mich herum. Anfangs war alles gegen mich. Ich war jung, somit unwürdig gehört und respektiert zu werden. Ich war weiss, also verachtet wegen meiner Zugehörigkeit zu einer Rasse, die sich allen anderen überlegen dünkt. Ich war christlich, also eine Aussenseiterin, zurückgewiesen und gefürchtet. Ich war unverheiratet, eine Absurdität in einer Welt, in der der Zölibat weder existiert noch geschätzt wird. Nur jene Menschen die mich besser kannten sahen, dass ich wie sie somalisch bin und wirklich Mutter jener, die ich retten konnte. «Ut unum sint» war und ist die tiefste Sehnsucht meiner Seele. Mein Lebtag lang kämpfte ich mit mir selbst, armes Geschöpf, das ich bin, gut zu sein, wahrhaft, sanftmütig in Gedanken, Worten und Werken. Jeden Tag am Tuberkulose-Zentrum arbeiteten wir für Frieden, für wechselseitiges Verständnis, um zusammen zu lernen einander zu vergeben. Oh Vergebung, wie schwer ist es, zu vergeben. Meine Moslems haben große Schwierigkeit, sie zu schätzen, sie für ihr Leben zu wollen. Und doch hat das Leben nur Bedeutung, wenn du liebst. Ohne Liebe ist alles bedeutungslos. Ich erlebte große Gefahren, riskierte mein Leben wieder und wieder, verbrachte Jahre mitten im Krieg. Durch jene, die ich liebte, durch mein eigenes Fleisch, erlebte ich die Bosheit des Menschen, seine Perversität, seine Grausamkeit, seine Ungerechtigkeit. Und ich kam zur Erkenntnis, dass das einzige Ding das zählt, Liebe ist. Nur mit ihr ist das Leben wert gelebt zu werden. Ich verliere den Kopf über den Schutt der leidenden Menschheit. Je größer das Leid, je schlechter diese Leute behandelt werden, je verachteter sie sind, sprachlos und ohne Wert in den Augen der Welt, desto mehr liebe ich sie. Und diese Liebe ist zärtlich, verständnisvoll, tolerant, ohne Furcht und voll Mut. Dies ist kein Verdienst, eher eine Erfordernis meiner Natur. Sicher ist, dass ich in ihnen Ihn sehe, das Lamm Gottes, dass in seinem Fleisch die Sünden der Welt trägt. Aber das ausserordentlichste Geschenk für das ich Gott stets danke, ist jenes meiner Nomanden in der Wüste. Auch ihnen danke ich stets. Moslems, brachten sie mir Glauben, unbedingte Unbekümmerheit, Auslieferung an Gott, eine Auslieferung, die keineswegs fatalistisch ist, sondern standhaft, verwurzelt in Gott, eine Auslieferung, die Vertrauen ist und Liebe. Meine Nomaden in der Wüste unterrichteten mich in Gottes Namen alles zu tun, alles zu beginnen, jede Arbeit auszuführen."

Da fragte mich einer der Ältesten: "Wer sind diese, die weiße Gewänder tragen, und woher sind sie gekommen?" Ich erwiderte ihm: "Mein Herr, das musst du wissen." Und er sagte zu mir: "Es sind die, die aus der großen Bedrängnis kommen; sie haben ihre Gewänder gewaschen und im Blut des Lammes weiß gemacht. Deshalb stehen sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm bei Tag und Nacht in seinem Tempel; und der, der auf dem Thron sitzt, wird sein Zelt über ihnen aufschlagen. Sie werden keinen Hunger und keinen Durst mehr leiden und weder Sonnenglut noch irgendeine sengende Hitze wird auf ihnen lasten. Denn das Lamm in der Mitte vor dem Thron wird sie weiden und zu den Quellen führen, aus denen das Wasser des Lebens strömt, und Gott wird alle Tränen von ihren Augen abwischen." (Offb 7, 13-17).

"Das sind die, welche aus der großen Drangsal gekommen sind"
Sonntag abend wurde die aus Italien stammende katholische Ärztin und Laienmissionarin Annalena Tonelli in ihrem Heim in Borama (Somalia) ermordet. Zur Zeit sind Motiv und Täter noch unklar. Es wurde allem Anschein nach nichts entwendet, sodass ein Raubüberfall zwar möglich, aber eher unwahrscheinlich erscheint.

Annalena Tonelli Annalena Tonelli lebte über 30 Jahre in Somalia. Sie gründet dort mehrere Krankenhäuser und Pflegeheime, ein Waisenhaus, engagierte sich insbesondere in der Bekämpfung der Tuberkulose in Somalia, bemühte sich um die medizinische Aus- und Weiterbildung im Lande, gründete eine Schule für taubstumme und körperlich behinderte Kinder. 2002 wurde sie von Carlo Azeglio Ciampi, dem italienischen Präsidenten, mit dem Ehrentitel eines «Commendatore della Repubblica Italiana» ausgezeichnet; letzten April erhielt sie für ihre Arbeit zur Linderung der Not von Flüchtlingen den Nansen Refugee Award (Somaliland Times: Congratulations to Miss Annalena for the Nansen Refugee Award) verliehen. Die Nachricht von ihrer Ermordung hat in Somalia Bestürzung hervorgerufen. Der Präsident des Landes, Dahir Riyalew Kahin, verurteilte das Verbrechen und versprach, dass die Täter gefasst und bestraft würden. Annalena Tonelli beschrieb er als «a great hero». - [misna].

"Life only has a sense when one loves. Nothing has sense beyond love. I have encountered many dangers in my life, I risked dieing many times. I was in the front line for years. I experienced the wickedness of man, his perversity, his cruelty and his iniquity in the flesh of those I love, a thus in my own. And I came out of it with the fierce conviction that what really counts is just loving. And so it is then when our lives become worthy of being lived". (Annalena Tonelli, Lay missionary killed on 5 October 2003 in Somalia). - [misna].

Montag, Oktober 06, 2003

Saint Clair
Nein, keine Heilige, "nur" ein Port, den ich zufällig bei Lidl, einem Lebensmitteldiscounter, entdeckte. 5 € irgendwas, ob das was sein kann? Erstaunlicherweise ja: ich habe mir eine Flasche gekauft und heute ausprobiert. Gar nicht schlecht für das bisschen Geld. Ein leichtes Brennen hinten am Gaumen, aber sonst: gar nicht schlecht.

Ach, was habe ich heute für geistige Themen ... aber recht flüssig.

Gimp für Windows
Eine kostenlose Alternative zu teurer Bildbearbeitungssoftware: GIMP. Das Programm kommt aus dem «Open-Source-Bereich» und wurde ursprünglich wohl für Linux programmiert. Tor Lillqvist - Ehre, wem Ehre gebührt - hat GIMP nach Windows portiert.

What is WinGIMP?
WinGIMP is a Windows-port of the GNU Image Manipulation Program. It is a freely distributed piece of software suitable for such tasks as photo retouching, image composition and image authoring.


Da ich zu Hause keine Software für Bildbearbeitung installiert habe, über's Wochenende aber plötzlich der Bedarf danach erwuchs - ich hatte an meinem Avatar für das neue katholische Diskussionsforum Kreuzgang ein wenig herumzubasteln - suchte ich nach etwas Brauchbarem. Und fand GIMP für Windows. GIMP für Windows benötigt die GTK+ 1.3 runtime environment (Download) und natürlich das Programm, Gimp 1.2.5 für Windows selbst (Download). Zum Speichern von Grafiken im GIF-Datenformat benötigt man noch das GIF-Plugin (Download). Das GIF-Plugin mit LZW-Unterstützung für GIMP ist in manchen Ländern durch ein Patent von Unisys geschützt und bedarf dort einer Lizenz.

Für die Installation die Reihenfolge beachten: erst GTK+ 1.3 installieren, dann GIMP 1.2.5, zuletzt das GIF-Plugin, das in den Plugin-Ordner von GIMP kopiert werden muss. Das Programm ist für Normalwindowsbenutzer etwas gewöhnungsbedürftig, scheint aber meinen ersten Versuchen und Eindrücken nach sehr leistungsfähig zu sein. Lohnend.

Samstag, Oktober 04, 2003

Heilige für alle Tage


FranziskusFranziskus
Der Herr verlieh mir, Bruder Franz, den Anfang des neuen Weges auf folgende Weise: Als ich in Sünden lebte, kam es mir sehr bitter an, Aussätzige zu sehen. Aber der Herr selbst führte mich unter sie, und ich erwies ihnen Barmherzigkeit. Als ich von ihnen ging, ward mir dasjenige, was mir vorher bitter vorgekommen war, in Süßigkeit für den Geschmack des Leibes und der Seele verwandelt. Nachher zögerte ich noch ein wenig, dann verließ ich die Welt...


AugustinusAugustinus
Wie also suche ich dich, Herr? Suche ich dich, mein Gott, so suche ich das glückselige Leben. Ich werde dich suchen, damit meine Seele lebe. Es lebt nämlich mein Körper von meiner Seele und meine Seele von dir.






Bernhard von ClairvauxBernhard von Clairvaux
Es ist viel klüger, Du entziehst Dich von Zeit zu Zeit Deinen Beschäftigungen, als dass sie Dich ziehen und Dich nach und nach an einen Punkt führen, an dem Du nicht landen willst. Du fragst: "An welchen Punkt?" An den Punkt, wo das Herz hart wird. ... Ja, wer mit sich selbst schlecht umgeht, wem kann der gut sein? Denk also daran: Gönne Dich Dir selbst. Ich sage nicht: "Tu das immer". Ich sage nicht: "Tu das oft". Aber ich sage: "Tu das immer wieder einmal. Sei wie für alle anderen auch für Dich selbst da oder jedenfalls sei es nach allen anderen."

Gespräche im Kreuzgang
Heute, gegen 22 Uhr, am Festtag des Heiligen Franziskus, wurden die Gespräche im Kreuzgang ihrer Bestimmung übergeben. Hinter diesem Namen verbirgt sich ein neues katholisches Diskussionsforum, das mit viel Hoffnung auf seinen Weg geschickt wird. Mögen sich unter seinem Dach viele interessante Gespräche und Begegnungen ereignen! Die Leser meines Blogs sind eingeladen sich selber einen Eindruck zu verschaffen. Treffen wir uns doch einmal dort!

Daily Franciscian Message
The friars of the Sacro Convento give thanks to all of our friends, benefactors and those devoted to Saint Francis, and wish you all "Pace e bene" ("peace and good") on this feast day. To confirm these best wishes, we envoke the blessing of the Lord on all of you and your families through the formula used by Saint Francis to Brother Leo:

The Lord be with you.
The Lord bless you and protect you. Amen.
May He shine His face upon you and grant you His mercy. Amen.
May He show you His contenance and grant you His peace. Amen.
And, the Blessing of Almighty God, Father, Son and Holy Spirit, descend upon you and remain with you forever. Amen.

Donnerstag, Oktober 02, 2003

Atheismus des Schweigens
« ... Dieses in Beschlag genommen-Werden vom Materiellen stellt sich nach und nach aus einem totalen Schweigen gegenüber Gott ein. Die Schöpfung schiebt sich gleichsam in den Raum des Schöpfers und verdrängt ihn daraus. Da alles im Schweigen vor sich geht, werden wir nicht davon aufgeweckt. Eine größere Gefahr kommt lautlos auf die Kirche zu: die Gefahr einer Zeit, einer Welt, in der Gott nicht mehr geleugnet oder vertrieben wird, sondern aus der er ausgeschlossen ist; in der er undenkbar geworden sein wird (denn wir werden uns um die Fähigkeit gebracht haben, Gott zu erkennen) ... Und eines werden alle diese Atheisierungen - ob sie nun Gott gegenüber aggressiv, indifferent oder tolerant sind - gemeinsam haben: die Ablehnung eines Schöpfergottes, der die Welt auf ihre Geschöpflichkeit festlegt. ... Die Welt scheint sich von innen heraus zu entleeren, zunächst von Gott, dann vom Sohne Gottes und schließlich von dem, was dieser seiner Kirche an Göttlichem mitteilt. Oft stürzt die Oberfläche zuletzt ein, daher die Illusion. ...»

" ... Diese «Oberfläche, die zuletzt einstürzt», kennen wir aus Erfahrung, es sind die Sakramente. Die Menschen praktizieren weiter, aber sie leben nicht mehr von dem, was die Sakramente ihnen an Göttlichem übermitteln. Seit langem hatten sie den Namen des Gottessohnes auf den Lippen, den Namen Jesus, aber dieser Jesus war seiner selbst - Gottes - entleert. ... All das bemerkt man erst in dem Augenblick, da schließlich auch die Sakramente und die religiöse Praxis zusammenbrechen: die Praxis war seit langem nur mehr eine leere Schale. Christus war nicht mehr in den Sakramenten, die Gottessohnschaft war nicht mehr in Christus ... Diese Entwicklung lässt sich in allen entchristlichten Kreisen beobachten und auch überall dort, wo die Technik alles beherrscht. Zuerst löst sich das Göttliche auf, und zwar ohne Lärm, dann verliert sich auch das Christentum. ..."


Prophetische Worte. Nicht von mir, natürlich, sondern von dem von mir hochverehrten Jacques Loew, der in «Ihr sollt meine Jünger sein. Schule des Glaubens» seinerseits Madeleine Debrêl zitiert. Noch hält die «Oberfläche, die zuletzt einstürzt», scheint die Fassade aufrecht zu stehen. Ist es mein Pessismus, der sie still vor sich hin bröckeln sieht? Es ist ein Witz, ein schlechter Witz, dass die «entchristlichten Kreise» heute vielfach innerhalb der Kirche, innerhalb der anderen christlichen Konfessionen eine Heimstatt haben. Ob's der katholische «Theologe» Gotthold Hasenhüttl ist, für den Gott nur mehr «Begegnungsereignis» ist, oder der dänischen Pastor Thorkild Grosboell, der nicht an Gott glaubt, dessen Gemeinde, die nichts daran findet, dass ihr Pastor Gott für eine Ausgeburt des menschlichen Geistes hält, ob's jene Katholiken sind, die um der Einheit mit den christlichen Brüdern und Schwestern willen bereit sind das Sakrament der Eucharistie, Christi Gegenwart, den Brückenschlag Gottes mitten hinein in unsere materielle Welt, zu opfern. Sehen sie denn nicht, dass die Welt verarmt, wenn sie Christus in die Ferne rücken? Jetzt ist er uns so nahe, selbst jenen, die nicht zur Kommunion gehen können, ist er nah, so nah. Die Menschwerdung Gottes fand niemals ihr Ende. Auch nach der Auferstehung noch ist er der Materie verhaftet. Niemals kann Gott diese Welt von sich stoßen, wurde er doch Teil von ihr, er ist ihr zutiefst eingewurzelt in alle Ewigkeit.

Mittwoch, Oktober 01, 2003

Am Ende des Weges
Seit Jahren wird darüber getratscht, meist in Verbindung mit Spekulationen, wer denn nun der Nachfolger Johannes Paul II. sein werde: ein Schwarzer? Oder wieder ein Italiener? Sicherlich ein Konservativer? Der Geist weht, wo er will? usw. usf. Diesmal aber scheint es anders zu sein. Diesmal scheint es fast so, als würde die Kirche darauf vorbereitet, dass sich die Tage dieses langen Pontifikats dem Ende zuneigen. Am Montag sagte einer der jüngst neu ernannten Kardinäle, der Erzbischof Philippe Barbarin von Lyon (Frankreich), im Radioprogramm von Europe 1: "The pope is reaching the end of the road. It's a big responsibility for us. The pope is in really bad shape." Und Kardinal Ratzinger rief in einem Interview, dass er der Illustrierten Bunten gab, zum Gebet für den Papst auf.

Beten für den Papst
Kardinal Josef Ratzinger ruft Gläubige zum Gebet für den Papst auf. Ratzinger: "Johannes Paul geht es schlecht". (Religion ORF)

Ratzinger ruft zum Gebet für den Papst auf
München/Rom (AP) Nach einem Aufsehen erregenden Interview über die schwache Gesundheit des Papstes hat der Vatikan am Dienstag klargestellt, dass sich der Zustand Johannes Pauls II. nicht verschlechtert habe. (AP)