Die letzte Maiandacht
Maria Plain. Die letzte Maiandacht in diesem Jahr. Von der Kuppe des kleinen Berges, auf dem die Wallfahrtsbasilika steht, blickt man auf Salzburg hinab und weit über's Land. Eine halbe Stunde vor Beginn verdichten sich die im Westen zusammengeballten Wolken zu einem mächtigen Gewitter. Blitze, lange nachhallender Donner. Der Regen prasselt wie ein nasser schwerer Vorhang zur Erde nieder. In der Basilika ist es dunkel. Die Kerzen werden entzündet, Lampen und Scheinwerfer eingeschaltet. Vorne im dämmrigen Kirchenschiff blüht blau-golden der Hochaltar. Das Glöckchen setzt den Punkt für den Beginn. Auf der Orgelempore stimmt der Lamprechtshausener Frauenchor das „Salve Regina“ an. Hier beginnt der Mitteleuropäische Katholikentag schon heute: wir beten erstmals das Gebet des Mitteleuropäischen Katholikentags, rufen Christus, seine Mutter Maria und die Heiligen an. Den Schlussstein des Katholikentags, sagt der Pater, der die Andacht liturgisch leitet, wird eine Wallfahrt nach Mariazell im Mai des nächsten Jahres setzen. Mir kommt der Gedanke, dass es ein Abenteuer wäre, zu Fuß von Salzburg nach Mariazell zu gehen. Wie weit ist das überhaupt? 200 Kilometer? 300? Mit dem Auto so an die 3 oder 4 Stunden. Zu Fuß wohl ein klein wenig länger, eine Woche oder 10 Tage vielleicht? Das Allerheiligste wird ausgesetzt, Anbetung der Eucharistie. Welche Katholiken sind es, frage ich mich, die den diversen Umfragen nach, wie sie gerade jetzt anläßlich des ökumenischen Kirchentags durch die Medien laufen, in der Eucharistie nichts besonders Anbetungswürdiges sehen? Von den vielen Anwesenden - die Basilika ist bis auf den letzten Sitzplatz gefüllt, hinten drängen sich jene, für die nur Stehplätze blieben - von diesen Menschen kaum einer. Alle knien und beten Christus im ausgesetzten Allerheiligsten an. Draussen fällt immer noch nass und schwer Regen. Tantum Ergo Sacramentum, singt der Chor. Der Pater erteilt uns den eucharistischen Segen. Die Andacht ist zu Ende. Der Chor singt noch einige Marienlieder, Abschied vom Mai, Mariens Monat.
Morgen geht über Österreich und Deutschland die Sonne als dünne Sichel auf. In Salzburg wird die Sonne gegen 5:20 Uhr kurz vor dem Höhepunkt der Verfinsterung über den östlichen Horizont klettern.- [
also ist es Zeit, etwas anderes dagegen zu halten. In
Vor einigen Tagen starb René Voillaume, der Gründer der .jpg)




